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Meinung & Debatte

Eifer der Verteidiger einer barbarischen Kultur

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Der verwundete Engel von Hugo Simberg

Im Zusammenhang mit dem französischen Anti-Genozid-Leugnungsgesetz haben sich mir Dinge ins Bewusstsein aufgedrängt, die ich in zwei Frage-Komplexen zusammenfassen möchte: (a) Wodurch ist der destruktive Eifer eines Großteils der deutschen Öffentlichkeit motiviert, das französische Gesetz zu bekämpfen? (b) Wie können Armenier politisch mobilisiert werden?

Ich werde versuchen, das zur Sprache zu bringen, was mich in diesem Zusammenhang ärgert und wütend macht. 

 

Universelle Menschenrechte und Macht der Armenischen Diaspora

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Erringung der universellen Menschenrechte. Gemälde von Eugène Delacroix, La Liberté guidant le peuple, Musée du Louvre, Paris: Quelle: Wikipedia

Das Anti-Genozidleugnungsgesetz ist ein politischer Etappen-Sieg der Armenier in Frankreich, ja Frankreich ist ein Freund und Verbündeter der Armenier: Vive la France!

Was hört man im offiziellen Deutschland? Totschweigen! Keine deutschen Politiker[1] und keine relevanten Organisationen haben sich geäußert. In den deutschen Medien wird bereit über türkische Reaktionen berichtet. Es fällt kein einziges Wort zu Deutschland, als sei es gar nicht beteiligt. Immerhin hatte der Bundestag 2005 in einer unheimlich-gespenstischen Resolution die deutsche Mitschuld ausgesprochen. Das ist zumindest als Hintergrundinformation zu erwarten. Aber man hatte die deutsche Verantwortung schon damals bürokratisch entsorgt. Dieses Verhalten macht Deutschland nicht gerade liebenswürdig – und es kann von Armeniern keinen Zuspruch erwarten. Somit ist es nur konsequent, dass Armenier fordern, Deutschland müsse dem französischen Vorbild folgen. Wie dieser Forderung Gewicht verliehen werden könnte, muss zum politischen Ziel werden. Es bleibt aber auch die Frage, warum das Internationale Strafgerichtshof nicht angerufen wird, denn dieses dürfte das stärkste und effektivste Instrument der Bestrafung des Völkermordes selbst sein.

 

Erziehung und Adoleszenz in armenischen Räumen

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Zum Wohl der Gemeinschaft.Wenn Kinder geboren werden, ist die Aufgabe der Eltern, sie für das Leben vorzubereiten und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, sie in das Leben zu entlassen. In unserer konservativen Umwelt ist es gebräuchlich den jungen Erwachsenen erst mit der Heirat einen Auszug zu gestatten.

 

Armenier sind nicht reif für die plurale demokratische Kultur – Der Fall Armenischer Kulturverein in Hessen: Armenische Lektionen 1

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Was ist das? Was soll das?!

Ich möchte einige bittere Erfahrungen zu Papier bringen, die ich als Armenier in Deutschland mit Armeniern in Deutschland mache, wenn das hier auch Ausdruck einer persönlichen Enttäuschung ist, hat es doch allgemeine Züge, die in dieser oder anderen Form möglicherweise zur Sprache kamen, aber meines Wissens nicht öffentlich – bennenbar und kritisierbar. Im Untertitel habe ich es „armenische Lektionen 1“ genannt, da das Gesagte und Thematisierbare eine Reihe notwendig macht, die ich bei Gelegenheit fortsetzen möchte.

Neulich fand die außerordentliche Gemeindeversammlung des Armenischen Kulturvereins in Hessen statt. Treffpunkt: Vereinsräume in Frankfurt. Es sollte der erste Vorsitzende des Vorstands gewählt werden. Die Versammlung musste erneut einberufen werden, weil das Amtsgericht die zuvor durchgeführte Wahl nicht anerkannt hatte – wegen Formfehler. „Formfehler“ bedeutet in diesem Fall: Der zweite Vorsitzende Mher B. hatte bei der letzten Wahl sich als Tagesvorsitzender aufgedrängt, was nicht satzungsmäßig war. Dagegen hatte die zurückgetretene erste Vorsitzende Anahit K. Beschwerde beim Amtsgericht eingelegt.

 

Indigene Bevölkerung – Ein Kampfbegriff im akademischen Raum

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Zehn Jahre nach den Terror-Anschlägen in New York fand im Mai im Haus der Kulturen der Welt in Berlin ein Symposium über Politik und Sprache von 9/11 statt . Eine Expertenrunde diskutierte zwei Tage lang über die Auswirkungen auf die Gegenwart und die Zukunft und zogen eine Bilanz. Das Haus ist ein Ort für internationale Kunst und ein Forum für aktuelle Entwicklungen und Diskurse aus der ganzen Welt. Es befindet sich außerhalb des universitären Raumes, ist aber ein Teil des akademischen Raumes geworden und es finden dort regelmäßig Seminare und Veranstaltungen statt. Die behandelten Themen ziehen verstärkt politisch Interessierte und Akteure an.

 

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Editorial

In dieser Ausgabe von HAYsociety sind gute Neuigkeiten zu verkünden. Zwei aktive Frauen aus der armenischen Gemeinschaft in Deutschland, nämlich Frau Jaklin Chatschadorian und Frau Madlen Vartian, werden regelmäßig ihre Analysen und Kommentare in der HAYsociety-Kolumne „Flaschenpost“ zu Wort bringen. Ich möchte mich an dieser Stelle für ihre Bereitschaft bedanken, und ich denke, dass es ein großer Gewinn für die LeserInnen sein wird, das Armenische in dieser Form voranzubringen, denn dies zeigt auch – so meine Hoffnung -, dass Armenier gemeinsam etwas aufbauen können. >> weiter

Kolumne von

Jaklin Chatschdorian

 

Kolumne von

Madlen Vartian

 

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