Arman Azak. Mordopfer in seinem türkischen Ferienparadies
Der armenische Rentner Arman Azak aus den USA wurde Ende Juli in seiner Ferienvilla in Bodrum gefoltert und mit Messerstichen ermordet, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Dogan. Nach Agenturangaben sollen die Bewohner des Ferienortes Arman Azak ermahnt haben, weil er mit kurzer Badehose an den Stand ging. Es sollen keine Wertgegenstände oder Geld des Opfers gestohlen worden sein.
Man fragt sich unweigerlich: Ist Arman Azak ermordet worden, weil er Armenier war? Wir kennen ja genügend Fälle in jüngster Zeit von bestialischen Verbrechen an Armeniern und Christen in der Türkei.
Kann es eine verhängnisvolle Täuschung sein, zu glauben, dass man als Armenier aus der Diaspora oder aus der Republik Armenien ganz normale Ferien in der Türkei machen und sich dort wie Zuhause fühlen kann? Man muss sich denn auch generell fragen, ob es vernünftig ist, in der Türkei und auch in anderen islamischen Ländern Ferien zu machen, wenn man nicht die politisch-kulturelle Situation im Land aus dem Bewusstsein verdrängen will. Natürlich gibt es in der Türkei keinen moralisch-politischen Aufstand gegen solche Verbrechen. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass deshalb z.B. in Moscheen oder von Politikern zur Toleranz und Menschlichkeit aufgerufen wird. In einem Land der Gewaltkultur sind Verbrechen hinzunehmen, wenn nicht sogar zu forcieren.
Die Türkei hat bereits von den Aufständen in den arabischen Ländern auch hinsichtlich des Tourismus profitiert. Wir müssen dieses Land nicht weiter unterstützen.





Einsame Straße im Snagesur.
Der Rückzug ohne Lied.




