Mit einem Brief an den Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, fordert der Zentralrat der Armenier in Deutschland ein zentrales Mahnmal in Berlin.
Unter dem Titel „Ein Kreuzstein der Erinnerung in Berlin“ erbittet der ZAD Ideen, Anregungen und Vorschläge zum Thema.
„Das deutsche Mahnmal zum türkischen Völkermord an den Armeniern im Jahre 1915 ist längst überfällig. Die Türkei verweigert den Ermordeten und den Überlebenden einen Ort der Erinnerung - sie eliminiert die Erinnerung per Staatsdoktrin aus ihren Geschichtsbüchern. Deutschland aber hat sich in einer beeindruckenden Parlamentsresolution im Jahr 2005 zu diesem Völkermord und zu seiner Verantwortung bekannt - den Begriff selbst haben die deutschen Politiker dabei mit Rücksicht auf den türkischen Bündnispartner allerdings vermieden. Es gibt Nachholbedarf: Die Armenier in Deutschland fordern ein sichtbares Bekenntnis. Sie fordern ein Mahnmal in Berlin - ihren „Kreuzstein der Erinnerung“ im Schatten der Reichstagskuppel. Mit diesem Aufruf wollen wir einen Grundstein in die Köpfe der verantwortlichen Politiker pflanzen: Am 24. April des Jahres 2015, zur einhundertsten Wiederkehr der dunkelsten armenischen Nacht, des Genozids, des Menschheitsverbrechens, soll dieses Mahnmal eingeweiht werden. Wir appellieren an die deutschen Politiker, aber ebenso an unsere deutschen Nachbarn und an unsere eigenen Landsleute, dieses Vorhaben zu fördern und zu unterstützen. Es ist schon so schrecklich viel Zeit vergangen. Die Trauer sucht sich ihren Ort - einen Ort, der zugleich die Mahnung an die Zukunft sein wird: NIE WIEDER.“
Ideen, Anregungen, Vorschläge zum Thema erbitten wir über das Kontaktformular unserer Homepage: www.zentralrat.org/de/kontakt





Einsame Straße im Snagesur.
Der Rückzug ohne Lied.




