Der unerschrockene Intellektuelle. Bernard-Henri Lévy. © WikipediaDer französische Philosoph Bernard-Henri Lévy hat ein Plädoyer für das Anti-Genoziodleugnungsgesetz geschrieben, das in seiner Klarheit und Entschlossenheit nichts zu wünschen übrig lässt.
Genozide gibt es nicht hundertfach, Gott sei Dank, nicht einmal dutzendfach. Es gibt drei, vielleicht vier, wenn man zu den Armeniern, den Juden und den Ruandern noch die Kambodschaner hinzufügt. Und diese drei oder vier Völkermorde mit allem anderen auf eine Stufe zu stellen, das gesetzliche Verbot, sie zu leugnen, als Vorzeichen einer politischen Korrektheit zu deuten, die alsbald eine ganze Reihe von nutzlosen oder perversen Gesetzen über umstrittene Aspekte unseres kollektiven Gedächtnisses erlässt; zu rufen: „Achtung, Sie öffnen eine Büchse der Pandora, aus der alles Mögliche entspringen kann“ – das ist ein ziemlicher Schwachsinn, voller Niedertracht und einer geradezu grotesken Unaufrichtigkeit. >>weiter







Der Rückzug ohne Lied.




